Im Kanton Neuenburg hergestelltZwei geschützte Spezialitäten

Die zwei IGP

Zwei Formen, dieselben Anforderungen.

Saucisson neuchâtelois IGP und Saucisse neuchâteloise IGP teilen Zusammensetzung, Herstellungsgebiet und geschütztes Verfahren.

Saucisson neuchâtelois IGP, ganz und aufgeschnitten auf einem Brett
Foto: Schweizerische Vereinigung der AOP-IGP
2geschützte Bezeichnungen
60 %Mindestanteil Magerfleisch
18–28 °CKalträucherung
36 hMindestverfahren
Saucisson neuchâtelois IGP, ganz und aufgeschnitten auf einem Brett

Gerader Rinderdarm

Saucisson neuchâtelois IGP

Eine rohe, geräucherte Schweinefleischspezialität in gerader Form.

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Handwerker mit Saucissons in einer Räucherkammer

Gebogener Rinderdarm

Saucisse neuchâteloise IGP

Dieselbe geschützte Rezeptur und dasselbe Können, in gebogener Form.

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01

Herkunft

In Neuenburg aus Schweizer Schweinen hergestellt.

Verarbeitung und Herstellung erfolgen im Kanton Neuenburg. Geburt, Mast, Schlachtung und Zerlegung der Schweine finden ausschliesslich in der Schweiz statt.

02

Zusammensetzung

Eine Rezeptur nach Pflichtenheft.

Beide Produkte bestehen ausschliesslich aus Schweinefleisch: mindestens 60 % Magerfleisch und höchstens 35 % Fett. Pfeffer, Knoblauch und das im Pflichtenheft vorgesehene Salz prägen das Aroma.

03

Unterschied

Der Darm unterscheidet die zwei Spezialitäten.

Der Rinderdarm ist beim Saucisson neuchâtelois IGP gerade und bei der Saucisse neuchâteloise IGP gebogen. Laut Pflichtenheft ist dies der einzige Unterschied in der Zubereitung.

04

Herstellung

Abtropfen, Reifen und Kalträuchern.

Nach dem Füllen hängen die Produkte mindestens 12 Stunden bei Raumtemperatur. Danach werden sie bei 18 bis 28 °C geräuchert. Flüssigrauch und Färben durch Eintauchen sind verboten. Das gesamte Verfahren dauert mindestens 36 Stunden.

Kontrolle & Verkostung

Vier Kriterien, je eine Mindestnote.

Das Produkt muss in jedem der vier Kriterien mindestens die Note 4 erreichen. Die Schweizerische Vereinigung der AOP-IGP hält zudem fest, dass jede Produktionseinheit jährlich sensorisch beurteilt wird.

4/6mindestens in jedem der vier Kriterien
01Äusseres02Schnittbild03Konsistenz04Geschmack & Geruch
01

Herstellung kontrollieren

Inspektionen, Analysen und Rückverfolgbarkeit prüfen die Einhaltung des Pflichtenhefts.

02

Produkt beurteilen

Das Pflichtenheft sieht technologische und sensorische Prüfungen durch ein Verkostungskomitee vor.

03

Unabhängig zertifizieren

Die OIC zertifiziert. Bei Nichtkonformität kann das Nutzungsrecht entzogen werden.

FAQ

Die wichtigsten Antworten.

Worin unterscheiden sich die zwei IGP-Spezialitäten?

Der Rinderdarm ist beim Saucisson neuchâtelois IGP gerade und bei der Saucisse neuchâteloise IGP gebogen. Laut Pflichtenheft ist dies der einzige Unterschied in der Zubereitung.

Was garantiert die IGP?

Die Bezeichnungen dürfen nur für Produkte verwendet werden, die dem Pflichtenheft entsprechen. Eine unabhängige Stelle kontrolliert unter anderem Herkunft, Herstellung, Rückverfolgbarkeit und Typizität.

Wo werden sie hergestellt?

Verarbeitung und Herstellung erfolgen im Kanton Neuenburg.

Woher stammt das Fleisch?

Geburt, Mast, Schlachtung und Zerlegung der Schweine finden ausschliesslich in der Schweiz statt.

Wie werden sie gegart?

Ein rohes Produkt muss die Angabe tragen: je nach Grösse 30 bis 40 Minuten in siedendem Wasser garen.

Muss man sie einstechen?

Das Pflichtenheft enthält dazu keine Anweisung. Massgebend sind die Etikette und die Hinweise des Herstellers.

Wo kann man direkt bei den Herstellern kaufen?

Im Verzeichnis finden Sie die OIC-zertifizierten Hersteller und ihre Direktverkaufsstellen. Andere Verkaufsstellen im Detailhandel sind hier nicht aufgeführt.

Was ist eine Torrée?

Eine Neuenburger Tradition, bei der Saucisson neuchâtelois IGP und Kartoffeln unter der Asche garen — immer unter Beachtung der aktuellen Brandschutzvorschriften.

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